Mythen aus den Bereichen Sex, Erotik & Sinnlichkeit
Sabrina Neumeister ist Kulturwissenschaftlerin, Germanistin, freischaffende Künstlerin und Weinexpertin. Bereits im Zuge ihres Studiums beschäftigte sie sich mit der Kulturgeschichte der Erotik und gibt in der neuen FOU Einblicke in verschiedenste Facetten dieses faszinierenden Themenfelds.
Männer denken ständig an Sex und die alten Griechen glaubten, Sperma stamme aus dem Gehirn: Der moderne Mythos, dass Männer alle paar Minuten an Sex denken, ist übertrieben – Studien zeigen große individuelle Unterschiede. In der Antike ging man noch weiter: Der griechische Philosoph Aristoteles glaubte, dass kontinuierlich Sperma im Gehirn produziert wird und durch den Körper nach unten wandert. Diese Vorstellung hielt sich erstaunlich lange in der Medizingeschichte.
Frauen hatten in der Antike keinen starken Sexualtrieb – doch einige Kulturen sahen das anders: Heute hält sich der Mythos, dass Frauen von Natur aus weniger Lust haben als Männer. In Wirklichkeit ist die Libido von Frauen genauso stark, aber durch soziale und hormonelle Faktoren beeinflusst. Spannend: In einigen antiken Kulturen wurde das ganz anders gesehen. So schrieben die alten Ägypter Frauen eine sehr starke Sexualität zu, und im Mittelalter glaubte man, dass Frauen sogar mehr Lust als Männer verspürten – was zu absurden Ängsten vor „sexuell unersättlichen“ Frauen führte.
In der neuen FOU-Ausgabe "Verrückt nach Sinnlichkeit" präsentiert Sabrina faszinierende Mythen und Legenden aus der Welt der Erotik, inspirierende Impulse für die sinnliche Wahrnehmung und die wichtigsten Begriffe, die heute das Verständnis von Erotik prägen. Ein solides Fundament für alle, die Lust auf tieferes Wissen und neue Perspektiven haben.




Intagram